Nach dem ätzen war das Klischee
noch lange nicht fertig.
Aus Kostengründen kopierte man sel-
ten ein einzelnes Klischee auf die Zink-
platte, sondern soviele, wie gerade hin-
auf passten.
Um Säure und Maschinenzeit zu sparen,
wurde außerdem nur gerade soviel
Fläche geätzt, wie benötigt wurde, um
die zu druckenden Teile gerade freizule-
gen.
Handarbeit war damals billiger als
Maschinenarbeit!
Die so vorbereiteten Zinkplatten gingen
in die Montage.
Dort wurden sie zunächst einmal ge-
fräst. Dabei wurden alle nicht geätzten
Stellen weggefräst. |
Anschließend wurden die einzelnen
Klischees aus der Platte herausgelöst.
Teilweise mußten die Klischees noch
auf Holzsockel montiert werden, damit
der Druckstock die selbe Höhe hatte,
wie die im Druck verwendeten Buch-
staben.
Zur Montage gehörte auch das
korrigieren von Klischees. Dieser dem
Graveur ähnelnde Lehrberuf war der
des Nachschneiders.
Der Nachschneider hatte die Aufgabe,
alle Fehler im Klischee zu beseitigen. Zu
hohe Stellen abzuplatten, zu niedrige
anzuheben, Kratzer zu entfernen und
vieles mehr. Er war sozusagen der
Retuscheur für Metallplatten.
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